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Gemeinsam fast bis nach Paris: Sponsorenlauf übertrifft alle Erwartungen

Von der 400-Meter-Bahn des Sportgeländes am Burgfeld nach Paris oder Prag? Im übertragenen Sinn haben die Schülerinnen und Schüler der Johann-Peter-Schäfer-Schule (Förderschwerpunkt Sehen) bei einem Sponsorenlauf genau das geschafft.

Fast 600 Kilometer oder 1500 Runden absolvierten die Kinder und Jugendlichen laufend, gehend oder auch im Rollstuhl. "Das ist eine kaum fassbare Zahl, die alle Erwartungen übertroffen hat", sagt Schulleiterin Verena Trebels begeistert.

Ziel des Sponsorenlaufs war, Einnahmen für die Finanzierung der Zirkusprojektwoche mit dem "Circus Soluna" im Spätsommer 2027 zu sammeln. "Aufgrund unserer vielfältigen Schülerschaft mit einem größeren Anteil komplexer Beeinträchtigungen benötigen wir auch mehr Unterstützung in einigen Bereichen, was sich auf die Kosten auswirkt", schildert Trebels die Hintergründe, die schließlich zu der Idee führten, einen Sponsorenlauf zu organisieren.

Mit der üblichen Herangehensweise an einen Sponsorenlauf begannen die Schülerinnen und Schüler nach den Sommerferien, sich Sponsoren in der Familie und ihrem persönlichen Umfeld zu suchen. Darüber hinaus wandte sich die Schule mit ihrem Anliegen aktiv an Unternehmen, Vereine und weitere potenzielle Unterstützer.

Die Aktion nahm schließlich eine besondere Dynamik an, wie Verena Trebels erzählt: "Der Zirkus, der Lauf, der Gemeinschaftsgedanke: Das hat die ganze Schulgemeinde gepackt - und da schließe ich vor allem die Eltern und Familien ausdrücklich mit ein."

Der Vormittag des Laufs sei ein "wunderbares Erlebnis für alle" gewesen, so die Schulleiterin weiter. Drei Stunden drehten die 170 Schülerinnen und Schüler Runde um Runde, begleitet von ihren Lehrkräften, Erzieherinnen, Teilhabeassistenzen und Eltern. Gegenseitiges Anfeuern auf dem Weg zum gemeinsamen Ziel inklusive, und so manche Klasse ging, gesponsert ebenfalls durch Eltern, geschlossen in Team-Shirts an den Start. "Man denkt vielleicht, dass das irgendwann langweilig wird, wenn sich alle drei Stunden im Kreis bewegen", lacht Schulleiterin Trebels, "aber das war es keine Sekunde. Im Gegenteil: Es war total faszinierend, mit welchem Spaß und auch Ehrgeiz alle dabei waren. Einige wollten wohl nur eine Runde laufen. Und dann hieß es: ,Das ist so super, ich kann gar nicht mehr aufhören!´"

Anschließend war im Förderverein der Schule Rechnen angesagt, bis der Schulgemeinde unter großem Jubel kurz vor den Herbstferien die schier unglaubliche Endsumme präsentiert werden konnte: 15.300 Euro. "Damit hätten wir nie gerechnet, dadurch ist die Zirkusprojektwoche in jedem Fall gesichert. Ich möchte mich für jeden Beitrag herzlich bedanken", freut sich Trebels.

Bis Paris oder Prag führte der Sponsorenlauf zwar nur im übertragenen Sinne – sehr weit gekommen ist die Johann-Peter-Schäfer-Schule trotzdem.

Besonders bedanken möchte sich die Schule bei folgenden Unterstützern: Ovag Friedberg, Sparkasse Oberhessen, Aesculap-Apotheke Friedberg, Physiotherapie Hoffmann, Gevyan Aesthetics, Sonnenhof Andreas Walther, Volksbank Mittelhessen, 24/7 BVB-Fanclub, Sanitätshaus Medrob, GTW Bauwert, DFS Sanierungsbau, Meurer Architektur, Schrott-i.

  


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